Chlordioxid – ClO2

Chlordioxid als Desinfektionsmittel

Chlordioxid wird seit 1947 in Trinkwasserwerken eingesetzt. Im Gegensatz zu Ozon wird es vorwiegend als Desinfektionsmittel, also am Ende der Wasseraufbereitung dosiert. Chlordioxid hat - je nach Restgehalt an oxidierbaren Anteilen - eine Halbwertzeit von einigen Stunden bis Tagen (Konzentrations-, UV- und Temperaturabhängig) und ist somit hervorragend geeignet das Trinkwasser, nach abgeschlossener Aufbereitung, mikrobiologisch zu schützen.

Desinfektionskonzept

Das latent vorhandene Gefahrenpotential bei herkömmlichen Chlordioxidanlagen schaltet das TRITON-Erzeugungsverfahren (Stufenreaktion) von vornherein aus ! *)

Denn TRITON-Anlagen arbeiten mit einem überstehenden Gasraum und erzeugen wässrige Chlordioxidlösungen unterhalb der kritischen Konzentration ohne Gegendruck.

       Anwendungen für TRITON – Anlagen

  • Desinfektion, Biofilmentfernung und Legionellen-Prophylaxe in Trinkwassersystemen von öffentlichen Einrichtungen, wie z.B. in Altenheimen, Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten, Schwimmbädern und Hotels.
  • Biofilm- und Algenentfernung im Kühlturmumlauf- und Zusatzwasser.
  • Entkeimung von Prozesswässern und Luftwäschern
  • Flaschendesinfektion in der Getränkeindustrie
  • Desinfektion von Nahrungsmitteln in der Lebensmittelindustrie

Über die oben genannten Anwendungen hinaus, gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, bei denen Chlordioxid als sicheres und kostengünstiges Desinfektionsmittel eingesetzt werden kann und andere Desinfektionsmittel wie z.B. Chlor oder Peressigsäure substituiert.

*) 
„Gasförmiges Chlordioxid ist ab einer Konzentration von 300 g/m³ explosiv. Mit einer kritischen Chlordioxidkonzentration muss beispielsweise über einer wässrigen Chlordioxid-Lösung mit einer Konzentration von mehr als 8 g/l Chlordioxid und bei einer Temperatur von 20°C gerechnet werden. Ohne überstehenden Gasraum können Chlordioxid-Lösungen ab einer Konzentration von rund 30 g/l explodieren. Aus diesen Gründen kann Chlordioxid in konzentrierter Form weder als Gas noch als wässrige Lösung gelagert und transportiert werden“.                  (Quelle: DVGW Arbeitsblatt W 224)
 
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